Heiligenkreuz
Nur 4km von der Gemeindegrenze der Gemeinde Wienerwald (über
Grub) entfernt finden Sie den Ort Heiligenkreuz mit dem berühmten
Zisterzienserstift. 
Stift Heiligenkreuz
Ausserdem ist auf dem Friedhof von
Heiligenkreuz die Geliebte von Kronprinz Rudolf, Freiin Mary Vetsera,
beigesetzt. Beide haben in Mayerling Selbstmord (?) begangen. Mayerling
ist von Grub aus ungefähr 9km entfernt. Die Burg
Wildegg war lange Zeit im Besitz des Stiftes Heiligenkreuz.
Neuer Abt in Heiligenkreuz:
Herzlich willkommen!
Heimkehr in letzter Minute: Neuer Abt ist Mitbrüdern
"dankbar"
Die Absage für Rom ist Pater Gregor Henckel-Donnersmarck
"peinlich", seine
Wahl zum neuen Abt des Stiftes Heiligenkreuz aber eine große Freude.
Eigentlich hätte der Zisterzienser ab März sein Amt als Generalsekretär des
Päpstlichen Missionswerkes aufnehmen sollen.
WIEN (ar). "Ich bin mit 34 Jahren ins Kloster gegangen, um im Kloster
leben
zu können. Ich bin meinen Mitbrüdern dankbar, daß sie mich ins Kloster
zurückgeholt haben." Pater Gregor Henckel-Donnersmarck, am Donnerstag
zum
neuen Abt des Stiftes Heiligenkreuz gewählt, ist faktisch in letzter Minute
heimgekehrt.
Eigentlich hätte der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke nämlich
mit Anfang März sein Amt als Generalsekretär des Missionswerkes zum Hl.
Apostel Petrus in Rom antreten sollen - mit sechsmonatiger Verzögerung nach
seiner Bestellung. "Daß das nun doch nicht geht, ist mir peinlich",
sagte er
am Freitag im Gespräch mit der "Presse".
Vor vielen Jahren hatte Pater Gregor einmal auf die Frage, warum er
innerhalb der Kirche immer wieder Manager-Aufgaben übernehme, wenn er doch
das klösterliche Leben wollte, genauso geantwortet wie am Freitag auf die
Frage nach seiner Wahl: "Demut und Gehorsam". Lange musste Pater
Gregor auf
diese Rückkehr ins Klosterleben in Heiligenkreuz warten, nachdem er mit 34
Jahren als ehemaliger Manager der Speditionsfirma Schenker in Spanien als
Spätberufener dort eingetreten war. "Dazu bin ich nicht ins Kloster
gegangen", hatte er dann vor 15 Jahren einmal gesagt, als sein randvoller
Terminkalender nicht einmal eine Termin für eine Seelenmesse erlaubte.
Der lange "Umweg" zurück nach Heiligenkreuz - über das Stift Rein
(zur
Sanierung), über Rom und Wien und fast wieder Rom - hat mit der Wahl zum Amt
ein Ende. Der Zeitpunkt war durch die Erkrankung des bisherigen Abtes
Gerhard Hradil bestimmt. Pater Gregor am Freitag: "Wir haben ihn bei
seiner
Resignation (mit Erreichung des 70. Lebensjahres, Anm.) mit großer Mehrheit
gebeten zu bleiben. Er ist dann an Gefäßrheumatismus erkrankt und wollte
sehen, ob es geht. Am 14. Jänner hat er uns mitgeteilt: Leider geht es
nicht." Er selbst, so Pater Gregor am Freitag, habe mit seiner Wahl nicht
gerechnet, obwohl man ihm "von außen" bedeutet habe, daß es so
kommen
werde.Im September 1998 hatte er in einem Interview mit der "Kleinen
Zeitung" für seine Berufung nach Rom die Spendenfreudigkeit der
Österreicher
verantwortlich gemacht: "Spender gut, Mann gut".
(c) Die Presse, Wien 13.2.99
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