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Der Theterclub LAMPENFIBAbringt LUSPIDAM (Le Proces Veauradieux) Ein Schwank von Alfred Hennequin Die Personen und ihre Darsteller
Regie: Zeit und Ort der Handlung: Paris um die Jahrhundertwende. Nach dem 1.Akt eine kleiner Pause Nach dem 2.Akt eine größere Pause
VIEL VERGNÜGEN ! LAMPENFIBA Theaterzeitung Mai-Juni 1999
Auch unsere letzte Produktion "Othello darf nicht platzen" war ein voller Erfolg. Besonders stolz sind wir, daß wir auch einmal in einem richtigen großen Theater, im Stift "Augustinum" erfolgreich spielen durften. Zusammen mit dem Kulturverein Wienerwald haben wir unsere Bühne neu mit Vorhängen adaptiert. Da diese auf drei Schienen laufen, kann durch auf- bzw. zuziehen derselben das Bühnenbild rasch und mühelos verändert werden. Außerdem können auch andere Veranstalter des Kulturvereins von dieser Einrichtung profitieren. Weiters haben wir die Bühnendecke und den Bühnenfußboden neu gestrichen. Die dazu nötigen Spezialfarben, hat uns freundlicherweise Herr Peter Ignatoff kostenlos zur Verfügung gestellt. Nochmals vielen Dank! Danke auch der Raiffeisen Filiale Sulz, die uns bei den Plakaten unterstützt hat. Das Bühnenbild ist von unserer Blanka Peterka gezaubert worden. Das Boudoir der Cesarine hat sie sich auf den Leib geschneidert. Alles wurde mit den neuen Vorhängen gestaltet. Die Kulissen wurden von unserem Arno Janik gezimmert. Wie immer schnell und perfekt. Erwähnen möchte ich aber auch unsere Ingrid Pirbaumer. Sie hat, wie schon bei der letzten Produktion, die Produktionsleitung über und spinnt meist im Verborgenen die Fäden. So daß eigentlich niemand etwas merkt. Sie denkt mit und erinnert an alles, was noch zu machen ist und was zu lassen ist. Es hat uns allen sehr leid getan, daß Sonja Kroneis aus beruflichen Gründen nicht mitspielen konnte, obwohl sie schon ihre Rolle einstudiert hat. Ein Wunder ist auch geschehen. Wir haben einen neuen Herrn in unserem Ensemble, der sich auch was zutraut. Es ist Herr Karl Schink. Er steht zum ersten Mal auf einer Bühne. Wir hoffen, Sie verehrtes Publikum, sind ihm gewogen. Noch dazu konnte er wegen einer Erkrankung nicht so lange proben wie wir. Trotzdem hat er nicht aufgegeben. Das allein ist schon eine Leistung. Toi.toi,toi, Karl. Das heutige Stück ist ein echter französischer Schwank, entstanden zur selben Zeit, als Nestroy in Wien seine Stücke schrieb und aufführte. Wir wollten einmal zeigen, was man in Paris zu Nestroys Zeit gespielt hat und welche Stücke dort ein Erfolg waren. Sehr interessant ist es, daß Nestroy von Kollegen unseres heutigen Autors Hennequin, abgeschrieben hat. Zum Beispiel "Das Mädel aus der Vorstadt" ist ein solches Stück. Der Fairness halber muß man aber auch feststellen, daß einige Stücke von Nestroy ins Französische übersetzt wurden. Der "Opernball" von R.Heuberger ist eindeutig die Idee von unserem Hennequin und wurde in Paris 1887 uraufgeführt und hieß "Les Dominos roses". Haben wir bei Nestroy den geschliffenen, bisweilen scharfen Wortwitz, der sein Ziel bei uns nie verfehlt, so haben wir bei den französischen Stücken die pikante leichte, lockere Art des Pariser Lebens, die auf der ganzen Welt bekannt ist. Wir sind bemüht Ihnen diese Pariser Art nahe zu bringen. Unsere Regie Anneliese Schodl hat versucht, das aus uns heraus- oder hineinzuquetschen. Wir hoffen, sehr geehrtes Publikum, auch diesmal Ihren Geschmack getroffen zu haben und wünschen Ihnen gute Unterhaltung. Auf vielfachen Wunsch werden wir Ende November Sketches aufführen. Möglicherweise auch zwei Einakter. Also Klamauk zum Lachen. Abschließend möchte wir uns noch bei unserem Bürgermeister und allen Gemeinderäten der Gemeinde Wienerwald bedanken, daß diese Produktion zustande kam. Wir möchten auch nochmals betonen, daß unser kleines Theater im Kreuzhaus für die Gemeindebürger aller Orte in unserer Wienerwaldgemeinde da ist. Egal welcher Farbe und Gesinnung.
Ihr sehr ergebener Peter Ragendorfer. |
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Wienerwald
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